Lieber Tassenkaffee und Espresso, wir müssen reden...

Tassenkaffee und Espresso – eine Liaison, die manchmal für Verwirrung sorgt

Was macht den Unterschied zwischen den beiden aus? Wie sieht es mit dem Koffeingehalt aus? Welcher ist bekömmlicher? Kann man Espresso auch filtern? All diese Fragen begegnen unseren Baristas in den drei Standorten in der Bismarckstraße, an der Spoho oder in der Rösterei beinah täglich. Es wird Zeit, dass wir einmal komprimiert zusammenfassen, was die beiden so ähnlichen Produkte unterscheidet.

Roast it baby – das Rösten als Wegweiser

Ob eine Kaffeebohne letztenendes als Tassenkaffee oder als Espresso bei euch in der Tasse landet, entscheidet sich beim Röstvorgang – genauer gesagt bei der Röstdauer. Während Tassenkaffee bis zu ca. 14 Minuten im Röster verweilt, ist die Espressobohne bis zu 21 Minuten in der Trommel. Nicht nur optisch unterscheiden sich die beiden Bohnen dann voneinander (Tassenkaffee: hell und matt; Espresso: dunkler und glänzender), sondern auch in ihren geschmacklichen Grundgegebenheiten und Verträglichkeiten. Bei der Röstung werden die in den Rohkaffeebohnen enthaltenen Säuren abgebaut. Das bedeutet also,dass Espresso verträglicher ist, denn je länger der Rohkaffee geröstet wird, desto mehr verliert er von diesen Säuren und ist bekömmlicher für empfindlichere Mägen.

Getrennte Wege bei der Zubereitung

Für die Zubereitung eines Espressos mit der Siebträgermaschine wird ein feiner Mahlgrad gewählt. Das hängt vor allem damit zusammen, dass die Kontaktzeit von Wasser und Kaffeemehl relativ kurz ist (ca. 21-26 Sekunden) und wir in dieser Zeit so viele Geschmacksstoffe wie möglich extrahieren wollen. Durch den hohen Druck (mind. 9 Bar) und die relativ hohe Temperatur (89°-95°) erhalten wir alle Aromen in sehr komprimierter und hoch konzentrierter Form.

Tassenkaffee wird, je nach Zubereitungsart auch leicht abweichend, grundsätzlich immer gröber gemahlen, als Espresso. Das hängt damit zusammen, dass wir hierzu entweder die Filtermethode, die Aeropress, den türkischen Aufguss etc., wählen, bei denen die Kontaktzeit zwischen Kaffeemehl und Wasser wesentlich länger ist. Durch den fehlenden hohen Druck, extrahieren die geschmacklichen Substanzen etwas langsamer und nicht in so hoher Konzentration wie beim Espresso.

Wer Espresso mal filtern möchte, kann das gerne machen. Jeder so wie er es mag – wir mögen es nicht. ;)

Streitet euch nicht über den Koffeingehalt

Jetzt nicht erschrecken – eine Tasse Kaffee enthält mehr Koffein, als eine Tasse Espresso. Das liegt zum einen an der längeren Röstung der Espressobohne, durch die sie an Koffein ein wenig einbüßt, aber vor allem an der Menge, die in der Tasse landet (Espresso: 25ml-30ml; Tassenkaffee: 180ml-240ml). Die Menge des Koffeins in einem Espresso ist vielleicht geringer, aber die Konzentration ist höher als im Kaffee. Grund dafür ist das Verhältnis von Wassermenge und Kaffeemehl. Mehr Kaffeemehl und weniger Wasser beim Espresso - weniger Kaffeemehl und mehr Wasser beim Filter. Würdet ihr also eine Tasse mit 180ml Espresso und eine Tasse mit 180ml Kaffee zubereiten, dann würde natürlich der Espresso das Koffeinkrönchen aufgesetzt bekommen.

Egal für welche Zubereitungsart und welchen Kaffee ihr euch entscheidet, wir haben für Alle das Passende in unserem Shop. Weitere Anleitungen zu den jeweiligen Zubereitungsarten in den kommenden Blogbeiträgen und in den Rezepten auf unserer Website. Viel Spaß und hoch die Tassen.

 

 

 

 

 

 

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