Direkt handeln.

Frauen mit Kind bei Kaffee-Ernte

Was bedeutet direkter Handel für die Heilandt Kaffeemanufaktur und wie möchten wir idealerweise unsere Rohkaffees einkaufen?

Diese Frage stellen wir uns oft und kommen immer wieder in einem Punkt auf denselben Nenner: So transparent und direkt wie möglich!

Dabei geht es uns um ein direktes Handelsmodel auf Augenhöhe und eine angemessene Preiskultur, die es allen Beteiligten in der Handelskette ermöglicht, ein selbstbestimmtes Leben zu führen.

Grundvoraussetzungen hierfür sind konstante, langjährige Handelsbeziehungen und das Wahren der Unabhängigkeit von volatilen Märkten und Großkonzernen.

Wir möchten detailliert und genau wissen, woher und über wen wir unsere Rohkaffees beziehen. Dazu gehört es, Partner zu finden, denen wir vertrauen und Kunden zu haben, die uns vertrauen.

Fairtrade Siegel werdet ihr auf unseren Kaffees nicht finden und Bio Siegel nur gelegentlich, da wir unser eigenes Direct Trade Siegel definiert haben, vor allem damit sich unsere Produzenten das Geld für teure Zertifizierungen sparen können und wir uns selbst Garantien schaffen, dass als „organic“ deklarierte Kaffees auch wirklich bio sind.

Geschmack hat für uns absolute Priorität. Bei allen unseren Kaffees handelt es sich um Spezialitätenkaffees. Diese werden in der Regel preislich hoch gehandelt und sind überwiegend handgepflückt. Für unsere Arabica Röstungen verwenden wir ausschließlich Kaffees mit einer Mindestpunktzahl von 83 Punkten Cupping Score nach der Einteilung der Specialty Coffee Association (SCA).

Die SCA ist eine gemeinnützige Organisation, die Kaffeespezialisten weltweit vertritt, vom Produzenten bis zum Barista. Entwickelt wurde ein international anerkanntes Bewertungssystem für die Qualität von Rohkaffee, in dem der Kaffee physisch und sensorisch bewertet wird.

Da wir nicht fremdfinanziert sind, haben wir noch nicht die finanziellen Mittel, alle Rohkaffees direkt zu handeln. Wir freuen uns deshalb sehr, dass wir ab diesem Jahr auch direkt gehandelten Robusta Kaffee in unserem Sortiment haben.

 

Marc & Heiko von Heilandt mit Enrique Lopez, dem Chef der Finca Chelín und unserem Kaffeescout Thomas Pingen in Mexiko

Für die Kaffees, die unser Direct Trade Siegel tragen, garantieren wir die folgenden Standards:

  • Es gibt einen direkten Kontakt zum Produzenten oder es ist höchstens ein Partner / Kaffeescout unseres Vertrauens dazwischen geschaltet.
  • Unsere Kaffeeproduzenten werden im Schnitt mindestens 50% über dem Fair Trade Preis bezahlt und die Preise direkt verhandelt.
  • Wir schaffen Transparenz wie, wo und von wem der Kaffee produziert wurde.
  • Der Rohkaffee stammt von Farmern, die sich landwirtschaftlich nachhaltigen Praktiken verpflichten und unseres Wissens nach gerechte Arbeitsbedingungen einhalten.
  • Lange Handelsbeziehungen zu den Produzenten und qualitätsfördernde Maßnahmen auf den Plantagen sind unabdingbar, um diese nachhaltig durch das Vermitteln von Wissen und Equipment zu fördern.

Unsere Suche geht weiter und unsere Priorität ist es, den prozentualen Anteil von Direct Trades im Sortiment und die Qualität unserer Röstungen permanent zu steigern.

Wir freuen uns sehr, dass wir durch euer Interesse an unseren Kaffees und eure Neugier in der Lage sind, stetig neue Kaffees und dadurch auch neue Geschmackserlebnisse zu finden – mit euch zusammen auf direktem Weg.

Seit kurzem sind wir Teil von THE PLEDGE und haben unseren ersten Transparenzbericht veröffentlicht. Mehr dazu hier!

Kaffeeplantage Mexico Oaxaca